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Eine Familiengeschichte, die Jahresring für Jahresring entfaltet wird

Das Flüstern der Bäume von Michael Christie

 

Vom Bloggerportal habe ich ein Rezensionsexemplar erhalten, für das ich mich ganz herzlich bedanke.

Mit »Das Flüstern der Bäume« von Michael Christie hatte ich so meine Probleme, weswegen ich für mich auch ziemlich lange gebraucht habe, bis ich das 557 Seiten dicke Buch beendet habe. Auch wenn ich die Idee des Plots und auch den wunderbar leichten Schreibstil sehr mochte, empfand ich das Springen zwischen den Zeitachsen doch recht anstrengend. Teilweise wurde zwar zwischen den Kapiteln eine Jahreszahl genannt, jedoch gab es dennoch extreme Zeitsprünge, sowohl in die Vergangenheit, als auch in die Zukunft. Auch dass man erst nach einigen Sätzen wusste, wessen Sicht man gerade liest war teilweise echt verwirrend. Hier hätte der entsprechende Name unter der Kapitelüberschrift sicher Abhilfe geschaffen.

Im Grunde geht es um eine Familiengeschichte, welche wirklich sehr verzwickt und verworren ist. Zudem zieht sie sich über eine Zeitspanne von 1908-2038, umfasst 4 Generationen ( Harris & Everett, Willow, Liam und Jacinda Greenwood) und spricht auch den ein oder anderen gesellschaftskritischen Punkt an (das aussterben der Wälder).

Doch all der Widrigkeiten zum trotz, ist »Das Flüstern der Bäume« zwar etwas verwirrend und teilweise langatmig, aber dennoch spannend und ziemlich interessant. Das Ende fand ich nicht so passend; hier hätte ich mir zumindest einen kurzen Blick etwas weiter in die Zukunft gewünscht.

Alles in allem kann ich dieses nicht unbedingt einfache Buch jedem interessierten Leser empfehlen, sich auf eine Zeitreise nach Kanada zu begeben und von der Weltwirtschaftskrise bis in die (nicht mehr ganz so) ferne Zukunft entführen zu lassen.

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